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Lebensgeschichten

Hm, meine Lebensgeschichte.....wo sollte ich da am besten anfangen?? Nun ja in meiner Kindheit war soweit ich das beurteilen kann alles bestens. Die Schwierigkeiten begannen als die Männer in mein Leben traten. Mein erster Freund trennten sich von mir weil ich nicht mit ihm schlafen wollte. Für den Moment keine allzu schlimme Erfahrung doch der Anfang meines Grundgedanken über Männer: Sie wollen alle nur das eine! Mein zweiter Freund war sehr verständnisvoll, er liebte mich. Vielleicht war es sogar der einzigste der mich wirklich geliebt hat. Aber ich war jung – zu jung. Jedenfalls wollte ich mich austoben, hab es als selbstverständlich angesehen, dass es jemanden gibt der einen liebt. Habe aber bis zu diesem Zeitpunkt nie selbst wirklich geliebt. Dann lernte ich IHN kennen. Es entwickelte sich eine Freundschaft. Wir waren die besten Freunde, unzertrennlich. Doch für mich war es schon nach kurzer Zeit viel mehr. Ich schwärmte still vor mich hin. Mit der Zeit kamen aber von ihm - meiner Meinung nach - eindeutige Signale. Nach also ca. 1,5 Jahren stillem Anhimmeln entschloss ich mich mit ihm über meine Gefühle zu reden. Denn ich dachte sogar wenn er nicht dasselbe für mich empfindet wird er für mich da sein. Niemals hatte ich gedacht könnte er mich enttäuschen. Doch gerade dann triffts einen besonders schlimm – wenn man 100% vertraut. Als ich mit ihm also darüber geredet hab, hat er zwar versprochen für mich dazusein aber dann mit der Zeit hat er sich komplett abgewandt, sein Begründung: er weiß nicht damit umzugehn. Ich glaube die folgenden Wochen waren die schlimmsten meines Lebens. Ich konnte gar nix mehr. Lag ihm Bett, hab geheult, irgendwelche Tabletten geschluckt....einfach so ohne mich umbringen zu wolln, ich wollte irgendwas gegen den Schmerz tun, aber es hörte einfach nicht auf......Die Zeit verstrich, einige Freunde wandten sich von mir ab, war nun mal nicht mehr viel mit mir anzufangen.....Die Zeit begann in der ich zahlreiche einmalige Erlebnisse mit Männern hatten. Besonders bevorzugt waren vergebene Männer. Ihm nachhinein denke ich, war es unterbewusst um andere Beziehungen zu zerstören. Diese Zeit hat meinen Grundgedanken nicht sonderlich verbessert. Ich hab nun mal jeden bekommen, egal wie lange er mit seiener Freundin bereits zusammen war – da sieht man mal wieder wie Männer sind.
Nach einem Jahr „Trauerzeit“ lernte ich jemand neues kennen. Jemand der nett war, jemand der sich für mich zu interessieren schien – für MICH, die die ja eh keinen verdient hat. Ich hatte Angst zu vertrauen. Gab mir dann aber einen Ruck und dachte es können ja nicht alle Männer gleich sein. Und was passierte???Ich flog mal wieder richtig auf die Fresse. Mr. Perfect Nr.2 hatte eine Freundin und wollte nur eine Affaire……na vielen Dank!!! Da fing es mit dem ritzen an. Ich habe angefangen mich selbst zu hassen. Es schien mich ja keiner zu lieben, ich war ja anscheinend nur gut genug für körperliche Dinge. Ich habe daraus gelernt und lasse mir mit solche Dingen nun viel Zeit aber ich kann seit dem nicht mehr vertrauen, es ist ein beschissener teufelskreis.....ich will geliebt werden, kann aber nicht vertrauen. Sobald ich jemanden kennen lerne dreh ich durch wenn er sich mal einen Tag nicht meldet. Ich denke über jedes Wort was er sagt genaustens nach und interpretiere es meist negativ. Schon allein für dieses Nachdenken hasse ich mich. Jedesmal wenn ich also damit anfange, ritze ich mich, als Bestrafung oder so. Sobald jemand nicht regelmässig meldet beginnen die Selbstzweifel: „warum sollte dich jemand lieben“ „du bist es doch nicht wert“ und dann beginnt das ritzen um einen anderen schmerz zu spüren......Was mit mir wirklich los ist weiß kaum jemand. Ich gehe zu Therapie, aber ob das was bringt??? ich weiß es nicht....
Ich will einfach wieder vertrauen können. Anderen Menschen, aber vor alledem mir selbst! Denn lange halt ich das so nicht mehr aus........

Verfasser: aliceJ
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