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Borderline

Am Anfang ist immer die Angst,
nicht zu bezwingen, sie dringt durch alles hindurch.
Angst vor dem Leben,
nicht zu besiegen.
Unberechenbare Wut
gegen das Selbst.
Ein Schnitt, ein Schmerz, schliesslich das Blut,
dabei die Erleichterung, alles wird gut.

Am Anfang ist immer der Hass,
gegen einen selber.
Ob man lebt oder tot ist,
was spielt das für eine Rolle?
Was bringt es noch
zu sein? Alles gleichgültig.
Ein Schnitt, ein Schmerz, schliesslich das Blut,
dabei die Erleichterung, alles wird gut.

Am Anfang ist immer die Sehnsucht.
Sehnsucht nach Liebe,
die es nie gibt,
die es nie gab
und die es nie geben wird.
Warum?
Ein Schnitt, ein Schmerz, schliesslich das Blut,
dabei die Erleichterung, alles wird gut.

Am Anfang ist immer die Leere
innen drinnen
ganz tief verborgen. Sie tut weh.
Wenn es einen innen schmerzt
muss es das aussen auch tun.
Sonst ist die Welt
nicht im Gleichgewicht.
Ein Schnitt, ein Schmerz, schliesslich das Blut,
dabei die Erleichterung, alles wird gut.

Doch am Ende ist immer die Gewissheit
überall.
Nichts, rein gar nichts wird besser werden.
Alles bleibt, wie es war.
Wo liegt der Sinn, wenn sich die Dinge nicht ändern.
Dann wieder die Angst, die Sehnsucht,
der Hass und die Leere.
Kein Neuanfang.
Ein fortwährender Teufelskreis,
zu durchbrechen nur mit dem Tode.
Sonst nicht.
Ein Schnitt, der Schmerz, schliesslich das Blut,
doch ohne Erleichterung, es wird nie wieder gut.


Verfasser: Anna
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