banner
 
Leben

Ich wache auf, aus einer langen, langen Trance
Alles nur ein böser Alptraum?
Die Narben an meinen Armen,
und meine Erinnerung beweisen das Gegenteil
Alles wahr...
Doch nun...
Ich bin wach!

Ein Spiegel,
bin das Abbild dort ich?
Oder täuscht es nur?
Denn ich bin hübsch,
und bin ich nicht hässlich?
Oder sehe ich mich das erste Mal
Nach so langer Zeit endlich selbst,
und nicht das Kind von damals in mir?

Ich schaue mich also um
In diesem Chaos lebe ich?
Kann das sein?
Beginne aufzuräumen
Tat ich das jemals?

Ich erinnere mich,
ganz langsam,
stetig an mehr...
wer mich erweckte aus diesem Traum

Er bewegte mich dazu, zu erzählen,
er brachte mich dazu,
um mich zu trauern,
um das Kind,
das einst verloren ging,
das sich verstecke
aus Angst wieder gefunden zu werden
von diesem einen Mann...
und es schließlich zu Grabe zu tragen

Er zeigte mir,
dass ich mich nicht mehr
verstecken muss
Denn wie aus einem Schmetterling
Gebar ich mich neu,
aus eigener Kraft,
und nun sollte ich schlüpfen!

Er brachte mich dazu,
zu hassen,
richtig zu hassen,
den Menschen zu hassen,
der mich dazu brachte, mich zu hassen

Und er bewirkte,
dass ich mich nach viel zu lange ertrugener Zeit
endlich nicht mehr einsam fühlte,
mich selbst fand

Endlich bin ich ICH

Doch für wie lang...?
Ein jeder Mensch braucht früher oder später Schlaf...

Verfasser: Chaya
© 2001-2003 by Rote Tränen. Alle Rechte vorbehalten.
Design by jesse blue
sponsored by CySys Websolutions